Kanarienvogel

Serinus canaria

Größe:

10-15 cm

 

Verbreitung:

Der Kanarienvogel stammt vom Kanariengirlitz ab. Die Kanarischen Inseln, Madeira, die Azoren und die Kapverdischen Inseln gehören zum Verbreitungsgebiet dieser Vögel.

 

Lebensraum:

Sie bevorzugen offene Landschaften, lichte Wälder und sonnige Berghänge.

 

Lebensweise:

Sie halten sich in der Regel auf Büschen und Bäumen auf, in denen sie auch ihre Nahrung suchen. In trockenen Gegenden suchen sie häufig Wasserflächen zum Trinken und Baden auf.

 

Lebenserwartung:

10-15 Jahre

 

Beschreibung/ Geschlechtsunterschiede:

Der Schnabel ist kurz und kräftig in der Form eines Kegels. Der Schwanz ist gemessen an der Körpergröße recht lang. Die dünnen Beine enden in 4 Krallen, wovon eine nach hinten gerichtet ist. Die ursprüngliche Wildfarbe (ähnlich unserem heimischen Girlitz) wurde im Laufe der Züchtungen verloren.

Bei diesen Zuchtformen sind die Geschlechter gleich gefärbt, wobei die Färbung des Hahnes bei grün und manchem rot der Vögel nur wenig intensiver ist. Geübte Halter und Züchter können die Geschlechter der Kanarienvögel meist an der Form der Kloakenöffnung unterscheiden da diese bei älteren Hähnen zapfenförmig ist. Dieses Merkmal wird allerdings erst bei geschlechtsreifen Tieren deutlich.

Die Vielfalt an Kanarienvögeln ist sehr groß. Es wird unterschieden in Farbkanarien, Gesangskanarien und Positurkanarien.

 

Käfiggröße:

Es ist eine ausreichend große Voliere, die es den Kanarienvögeln ermöglicht, mehrere Flugrunden zu drehen, erforderlich. Die empfohlenen Mindestmaße liegen bei 60 x 40 x 40 cm für ein Einzeltier bilden die Untergrenze. Für ein weiteres Paar die Grundfläche um 25 % der ursprünglichen Grundfläche zu erweitern.

 

Unterbringung:

Als Standort für die Voliere ist ein heller, zugluftfreier, ruhiger Platz zu wählen. Volieren in Wohnräumen sind, wenn möglich, abends abzudecken um den natürlichen Tag-Nachtrhythmus zu erhalten. In Käfigen gehaltenen Vögeln ist nach der Eingewöhnungszeit regelmäßig Zimmerfreiflug zu gewähren; dabei ist darauf zu achten, die Gefahren für freifliegende Vögel so gering als möglich zu halten.

Für Vögel, die in Außenvolleren gehalten werden, muss ein trockener und zugfreier Schutzraum vorhanden sein. Die Raumtemperatur darf 5°C nicht unterschreiten.

 

Käfigeinrichtung:

In der Voliere müssen verschiedene Sitzstangen angebracht werden. Ebenfalls zur Käfigausstattung gehören sollte eine Bade- oder Duschmöglichkeit, ein Futter- und Trinknapf, ein Nisthaus sowie diverses Spielzeug.

 

Haltung:

Kanarienvögel dürfen niemals einzeln gehalten werden, da sie sehr gesellige Tiere sind. Um glücklich zu sein und sich wohl zu fühlen, brauchen sie ihre Artgenossen.

 

Futter:

Kanarienfuttermischung, junge Triebe sowie reife Früchte wie Beeren oder Äpfel.

 

Besonderes:

Man unterscheidet Gesangs-, Gestalts/Positur- und Farbkanarien.

 

Literatur:

Lutz Bartuschek: Kanarienvögel. Gräfe und Unzer Verlag

Horst Bielefeld: Der Kanarienvogel. Ulmer Verlag

 

 

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